Die Definition in einem Satz
Zinseszins ist, wenn die verdienten Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden, sodass jede folgende Berechnung auf einer größeren Basis erfolgt. Das Ergebnis wächst exponentiell, nicht linear.
Ein konkretes Beispiel
200 €/Monat bei 5 % p.a. Nach:
- 10 Jahren: 31.056 € (davon 7.056 € Zinsen)
- 20 Jahren: 82.207 € (Zinsen: 34.207 €)
- 30 Jahren: 166.452 € (Zinsen: 94.452 €)
Die Einzahlungen bleiben gleich, die Zinsen wachsen unverhältnismäßig. Diese Unverhältnismäßigkeit — der Compounding-Effekt — ist es, was spektakuläre Ergebnisse über lange Zeiträume erzeugt.
Was den Effekt zerstört
Drei Dinge: später Beginn, Abhebungen unterwegs, Gebühren. Jedes Jahr Verzögerung kostet das letzte Jahr — und die letzten Jahre sind die besten, weil dort der Zinseszins am meisten produziert.
Probieren Sie es im Rechner
Öffnen Sie den Zinseszinsrechner, geben Sie Ihre Zahlen ein und beobachten Sie den Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Verzinsung — über lange Zeiträume meist ein paar Prozentpunkte.