Concept Explanation · Savings Goals

Zinseszins erklärt

Wie aus kleinen, regelmäßigen Sparbeträgen über Jahrzehnte ein großes Vermögen wird — die Mathematik hinter dem Schneeballeffekt.

Die Definition in einem Satz

Zinseszins ist, wenn die verdienten Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden, sodass jede folgende Berechnung auf einer größeren Basis erfolgt. Das Ergebnis wächst exponentiell, nicht linear.

Ein konkretes Beispiel

200 €/Monat bei 5 % p.a. Nach:

  • 10 Jahren: 31.056 € (davon 7.056 € Zinsen)
  • 20 Jahren: 82.207 € (Zinsen: 34.207 €)
  • 30 Jahren: 166.452 € (Zinsen: 94.452 €)

Die Einzahlungen bleiben gleich, die Zinsen wachsen unverhältnismäßig. Diese Unverhältnismäßigkeit — der Compounding-Effekt — ist es, was spektakuläre Ergebnisse über lange Zeiträume erzeugt.

Was den Effekt zerstört

Drei Dinge: später Beginn, Abhebungen unterwegs, Gebühren. Jedes Jahr Verzögerung kostet das letzte Jahr — und die letzten Jahre sind die besten, weil dort der Zinseszins am meisten produziert.

Probieren Sie es im Rechner

Öffnen Sie den Zinseszinsrechner, geben Sie Ihre Zahlen ein und beobachten Sie den Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Verzinsung — über lange Zeiträume meist ein paar Prozentpunkte.

Häufige Fragen

Wie oft sollte verzinst werden?
Häufiger = höheres Endergebnis. Banken verzinsen meist monatlich; ausschüttende ETFs vierteljährlich oder jährlich.

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