Was die 4-%-Regel ist
Die 4-%-Regel ist eine einfache Antwort auf eine schwere Frage: Wie viel kann ich aus meinem Ersparten entnehmen, ohne dass es ausgeht? Sie besagt, dass Sie im ersten Rentenjahr rund 4 % des Vermögens entnehmen und diesen Betrag danach jedes Jahr mit der Inflation erhöhen können, mit guter Chance, dass das Geld etwa 30 Jahre reicht.
Die 4-%-Regel bei 500.000 €
Nehmen Sie ein Vermögen von 500.000 €. Vier Prozent davon sind 20.000 € im ersten Jahr — rund 1.667 € im Monat. Im zweiten Jahr erhöhen Sie diese 20.000 € um die Inflation, und so weiter. Der Prozentsatz legt nur die erste Entnahme fest; danach folgen Sie den Preisen, nicht dem Markt.
Woher die Regel kommt
Sie stammt aus Untersuchungen langer historischer Zeiträume, die fragten, welche Entnahmerate jeden 30-Jahres-Abschnitt überstanden hätte, auch schlechte. Vier Prozent war die Antwort, die fast immer reichte. Eine Faustregel, keine Garantie — aber eine gut geprüfte.
Umgedreht: die 25-fach-Abkürzung
Weil 4 % ein Fünfundzwanzigstel sind, funktioniert die Regel auch rückwärts: Sie brauchen rund das 25-Fache Ihrer Jahresausgaben. Sie wollen 24.000 € im Jahr (2.000 € im Monat)? Das sind 600.000 €. Lieber monatlich denken? Multiplizieren Sie das gewünschte Monatseinkommen mit 300 — 2.000 € × 300 sind dieselben 600.000 €.
Wann 4 % zu viel ist
Die Regel ging von rund 30 Jahren Ruhestand aus. Gehen Sie früher in Rente und das Geld muss 40 Jahre reichen, oder wollen Sie einfach mehr Spielraum, ist eine niedrigere Rate wie 3,5 % sicherer. Bei 500.000 € senkt das das Einkommen auf rund 1.458 € im Monat — der Preis für mehr Vorsicht.
Rechnen Sie Ihre eigene Zahl
Geben Sie Vermögen, Zieleinkommen und eine Entnahmerate in den Rechner für das Rentenziel ein und sehen Sie Ihr sicheres Einkommen und das Vermögen, das jedes Ziel braucht. Wie viel 2 Millionen nach derselben Regel zahlen, zeigt mit 2 Millionen mit 60 in Rente.